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11 Tipps um dein Pferd beim Ausreiten zu trainieren

Gelände Howy

Gelände sinnvoll nutzen

Gemütlich zusammen mit dem Pferd eine Runde ausreiten zu gehen, die Seele baumeln lassen und das Wetter genießen. Was gibt es schöneres. Aber wusstest du, dass man das Gelände auch super nutzen kann, um sein Pferd gleichzeitig noch zu trainieren?

Das Beste dabei ist, da ist sogar das Pferd meistens viel motovierter, als in der langweiligen Reithalle.

Häufig reitet man doch am langen Zügel, das Pferd läuft so vor sich hin und weder der Reiter, noch das Pferd muss sich groß anstrengen oder konzentrieren. Oder, wer kennt sie nicht, das andere Gegenteil.

Der Reiter, der die Zügel kurz halten muss, weil er auf einem Pulverfass sitzt, das jeden Moment explodieren kann. Das ist für beide, Pferd und Reiter, alles andere als ein entspannter Ausritt.

Beide Varianten sind auf Dauer nichts. Variante zwei erklärt sich von selbst, denn dies macht auf lange Sicht keinen Spaß und ist auch gefährlich, aber auch Variante eins ist nicht perfekt für das Pferd.
Wird oft ins Gelände geritten und das Pferd läuft nur so vor sich hin und auf der Vorhand, fehlt die nötige Muskulatur, um den Reiter tragen zu können.

Weshalb also nicht mal etwas Dressur und Gymnastik in den Ausritt mit einbeziehen?

Dadurch werden heiße Pferde ruhiger und der gemütliche Bummler baut die gesunderhaltende Muskulatur auf.
Achte aber bei all den Übungen auch auf deinen Sitz, denn nur wenn du richtig sitzt, kann dein Pferd die Übung korrekt machen. Um dir dabei etwas zu helfen, kannst du auch das Erectly Shirt anziehen. Es hilft dir aufrecht auf dem Pferd zu sitzen, sodass du dich voll und ganz auf den Ausritt und die Übungen konzentrieren kannst.

1. Tipp Munter hoch und runter

gelände bergauf

Versuche Anhöhen, Berge und leichte Hänge mit in den Ausritt zu nehmen. Das bergauf und bergab klettern lässt Bauch-, Rücken- und Hinterhandmuskulatur wachsen. 

Dabei gilt, umso langsamer bergauf, umso anstrengender.  Also lieber mal im Schritt den Berg hinaufreiten, als im Galopp. Achte hierbei darauf, umso steiler, umso besser ist es, wenn du dem Pferd genügend Zügel gibst, sodass es auch seinen Weg suchen kann.

Bergab wird nur im Schritt geritten, versuche dabei so ruhig im Sattel zu sitzen wie es geht, um dein Pferd nicht zu stören. Umso steiler es wird umso wichtiger ist es, dass das Pferd jeden Schritt kontrolliert geht.

Wird es hektisch, nehme die Zügel vorsichtig etwas auf, läuft es dagegen ruhig und kontrolliert, kannst du die Zügel länger lassen, so dass es sich besser selber ausbalancieren kann.

Kleine Hügel kannst du auch bergauf und ab, im Trab oder Galopp, reiten.

gelände bergab

2. Tipp Schauckel dein Pferd fit

gelände rückwärts

Wer kennt die Schaukel aus der Dressur? Man hält an, richtet das Pferd rückwärts, reitet wieder ein paar Schritte vorwärts, dann wieder zurück. Dies soll die Durchlässigkeit und Gehorsamkeit überprüfen und ist für die Muskulatur sehr anstrengend.

Du kannst die Schaukel auch ins Gelände einbauen und je nach Ausbildungsstand variieren. Fortgeschrittene, die die Schaukel schon einmal bereits geritten sind, können diese wie gewöhnt ins Gelände mit einbauen.

Kennst du die Schaukel nicht oder bist du oder dein Pferd sie noch nie geritten, dann benutze folgende Version:

Bleibe an einer ebenen Stelle stehen und reite erst nur 2-3 Tritte rückwärts, halte kurz an und dann wieder anreiten. Klappt dies gut, kannst du das nächste Mal, nach dem rückwärts wieder 2-3 Schritte vorwärts, anhalten, dann wieder 2-3 Tritte rückwärts, anhalten und wieder anreiten. Mache dies nicht zu oft, da es wirklich anstrengend ist.

Wichtig ist auch die Übung korrekt auszuführen. Tritt dein Pferd nicht diagonal rückwärts, bringt die Übung nichts.   

Rückwärts geht aber nicht nur auf einer geraden Fläche, sondern auch an einem Anstieg.

Schaue dabei, dass er aber nicht zu steil ist. Nun kannst du 2-3 Tritte dein Pferd rückwärts den Anstieg hochreiten oder auch 2-3 Tritte rückwärts den Abhand runter. Auch hier gilt, nicht zu oft wiederholen, denn diese Übung ist wirklich sehr anstrengend.

3. Tipp Über Stock und Stein

gelände böden

Verbessere doch mal die Trittsicherheit deines Pferdes, indem du mal Querfeldein und über unterschiedliche Böden reitest. Egal ob Wiese, Asphalt, Kies oder über Wurzeln im Waldboden. All diese Böden lassen dein Pferd trittsicherer werden.

Der harte Boden, natürlich nur im Schritt geritten und auch nur ein kurzes Stück, tut den Sehen gut. Auf Kiesboden müssen sich Pferde wiederrum anders bewegen. Allerdings ist dort wichtig, dass die Pferde entweder Eisen oder Hufschuhe anhaben, da sich sonst der Kies im Huf festsetzt und die Pferde auch häufig fühlig sind.

Reitet man über Wiesen, kann getrabt und galoppiert werden. Allerdings ist dort darauf zu achten, dass keine Löcher vorhanden sind. Der Waldboden dagegen ist mal weicher, mal etwas härter und oft mit Wurzeln oder kleinen Ästen bedeckt. Dort muss sich das Pferd besonders konzentrieren, um seine Beine zu koordinieren.

4. Tipp Dank Bäumen zum geschmeidigen Pferd

gelände schlangenlinie

Wenn du irgendwo Bäume hast, um die du reiten kannst, kannst du dich freuen, denn hier hast du ein perfektes Training. Reite einfach eine Schlangenlinie um die Bäume und nutze jedes Mal den Baum, um das Pferd darum zu biegen.

So kannst du es zwischen den Bäumen perfekt umstellen und jeden Baum als optische Hilfe nehmen, um den sich dein Pferd stellen und biegen kann.
Dies geht im Schritt und Trab, sogar im Galopp mit einfachen oder fliegenden Wechsel.

Alternativ zur Schlangenlinie kannst du auch Volten um die Bäume reiten. Voraussetzung für beide Übungen ist natürlich der passende Boden und genügend Abstand.

5. Tipp Öfter mal die Haltung wechseln

Reite mal vorwärts- abwärts, dann in Anlehnung und dann in Aufrichtung. So kann sich dein Pferd mal strecken und dann wieder arbeiten.
So behältst du es motiviert, denn Gelände bedeutet ja nicht nur Arbeit, sondern in erster Linie auch Spaß.

6. Tipp Schulterherein am Wegrand

gelände schulterherein

Nutze Waldwege, um Schultervor oder Schulterherein zu reiten. Durch den Wegrand hast du gleichzeitig nämlich eine optische Begrenzung und Orientierung. So lernst du gleichzeitig, dein Pferd gleichmäßig an allen Hilfen zu haben.

7. Tipp mit Seitengängen durch das Gelände

seitengang

Wie wäre es doch mal mit etwas Schenkelweichen oder Traversalen? Du reitest gerade auf einem Weg? Perfekt, dann reite doch im Zick-Zack Schenkelweichen oder Traversalen von einem Wegrand zum anderen.

8. Tipp Hüpf dich fit

gelände sprung

Liegen irgendwo kleine Baumstämme herum, nutze sie. Du kannst sie entweder als kleine Hindernisse nutzen, was deinem Pferd garantiert Spaß machen wird, oder du nutzt sie als Cavalettis.
Dort kannst du im Schritt oder Trab dein Pferd darüber reiten, wie über Stangen.

9. Tipp Übergänge

Anstatt über eine längere Strecke zu traben oder zu galoppieren, reite Übergänge und mache dein Pferd so geschmeidig. Gerade bei Pferden, die schnell heiß werden, funktioniert diese Übung sehr gut.

10. Tipp Statt Vollgas in die Versammlung

Häufig wird schnell aus dem kurzen Galopp ein schnellerer und unkontrollierter Galopp. Wie wäre es, wenn du Tempowechsel einbaust?

Fange im Schritt an, denn schon einen richtig rausgerittenen Schritt zu reiten ist nicht einfach. Klappt das Zu- und Einfangen im Schritt, versuche es im Trab und später auch im Galopp.

So kannst du zum Beispiel nach einem versammeltem Galopp, in den leichten Sitz gehen und dein Pferd mal strecken lassen.  Dein Pferd lernt so nicht nur eine Gangart im Gelände zu gehen und auf dich zu hören.

11. Tipp Nicht nur am Pferd gilt es zu arbeiten

Auch wenn du im Gelände bist, versuche trotzdem so korrekt wie möglich auf deinem Pferd zu sitzen, denn sobald du mit weniger Körperspannung oder schief auf dem Pferd sitzt, muss es das ausgleichen. Also sei so fair zu deinem Pferd und sitze gerade und ausbalanciert im Sattel.

waldweg

Fazit

Also worauf wartest du noch? Bring Abwechslung in deinen Ausritt und macht den nächsten Ausritt zum Muckitraining für dein  Pferd. Du wirst sehen, dein Pferd und auch du werden Spaß dabei haben, denn es ist nicht das gleiche, wie in der Reithalle die Übungen zu reiten.

Dein Pferd ist motivierter und du wirst bald auch ein feineres Pferd im Gelände haben. Also sag Ade zum heißen, explodierenden Pferd, oder dem gemütlichen Bummler, der ab und zu vor sich hin stolpert und sag Hallo zu deinem durchlässigen, gehorsamen und mit feinsten Hilfen zu reitenden Pferd.

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