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Schulterherein – Vorhand rein und das wars?

Teil 2 unserer Serie: Lektionen – wie wird das nochmal geritten?

Erst einmal was ist Schulterherein

Das Schulterherein gilt als eine der Schlüssellektionen. In den Richtlinien heißt es dazu:

„Das Schulterherein ist die grundlegende Lektion der weiterführenden dressurmäßigen Ausbildung, da sich in dieser Übung viele Eigenschaften des richtig gerittenen Pferdes widerspiegeln.“

Schulterherein zählt zu den Seitengängen und ist eine versammelnde Lektion, mit Stellung und Biegung.

Wofür ist Schulterherein

Das Schulterherein hat eine Menge Vorteile für dein Pferd, darunter zählen:

  • es hat nicht nur eine versammelnde, sondern auch eine lösende Wirkung.
  • die äußere Schulter wird frei, da das innere Hinterbein vermehrt die Last aufnimmt, die Hanken gebeugt werden und die innere Hüfte sich absenkt
  • der äußere Rückenmuskel wird durch die Biegung gedehnt
  • vermehrte Trag und Schubkraft, durch die vermehrte Lastaufnahme der Hinterhand
  • Förderung der Beweglichkeit der Schulter
  • vermehrte Durchlässigkeit, sowie deren Überprüfung
  • hilft beim Geraderichten

Auf was ist zu achten?

schulterherein

Von vorne gesehen ist das Pferd auf 3 Hufschläge verteilt.  Das Pferd ist nach innen gestellt und gebogen. Die Vorhand des Pferdes kommt soweit nach innen, bis der innere Hinterhuf in der Spur des äußeren Vorderhufs läuft und das Pferd somit unter den Schwerpunkt tritt.

Häufige Fehler:

  • zu viel Abstellung

wenn du die Möglichkeit hast, reite anfangs auf einen Spiegel zu oder deinen Trainer, der dir sagt wie weit die Vorhand nach innen muss. So bekommst du ein Gespür für das richtige Maß.

  • Pferd verwirft sich oder bricht über die äußere Schulter aus

versuche weniger mit den inneren Zügel die Vorhand nach innen zu bringen. Versuche dir eher vorzustellen den äußeren Zügel dafür zu nutzen.

  • Hinterhand kreuzt,

häufig passiert dieser Fehler weil zu viel mit dem inneren Bein getrieben wird. Am besten stellst du dir vor, das wir die Vorhand reinholen, nicht Hinterhand nach draußen.

Wie sind die Hilfen?

Wenn du Schulterherein reitest, versuche dir am Anfang vorzustellen eine Volte zu reiten, der Unterschied ist nur, dass du nicht abwendest sondern die Hilfen gibst zum geradeaus reiten.

Hilfengebung:

Schenkelhilfen: Der äußere Schenkel ist der verwahrende Schenkel. Er begrenzt den Körper und verhindert eine ausbrechen des äußeren Hinterbeins nach außen. Der innere Schenkel ist für die Biegung zuständig und liegt am Gurt.

Gewichtshilfen: Das Gewicht wird leicht nach innen verlagert.

Zügelhilfe: Ähnlich wie der der äußere Schenkel hat auch der äußere Zügel eine begrenzende Aufgabe. Er begrenzt die äußere Schulter und lässt gleichzeitig eine Stellung des Kopfes nach innen zu. Der innere Zügel ist für die Stellung zuständig.

Wichtig dabei: Es handelt sich nur um Nuancen, die Hilfen sollten so gut es geht unsichtbar bleiben.

Achte auch auf deinen Sitz, dass du nicht seitlich einknickst oder das Gewicht zu stark nach innen verlagerst.
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